Länder-News von A-Z


BELGIEN

Radwanderwege

www.fietsnet.be ist ein leicht zu bedienender Radroutenplaner, der auf Basis der Radroutennetze von Flandern und Nord-Brabaant (NL) die optimale Verbindung zwischen zwei ausgewählten Knotenpunkten (Start/Ziel) errechnet. Unbefestigte Radwege sind orange gekennzeichnet. Die Route kann anschließend ausgedruckt werden oder als GPS-Datei gespeichert werden.


DEUTSCHLAND

Transport im Land

Ab Mai 2017 kann in ganz Baden-Württemberg außerhalb der Sperrzeiten (werktags 6-9 Uhr) kostenlos ein Fahrrad mitgenommen werden!

 

"Deutschland per Rad entdecken 2015/2016"

Die zehnte Auflage ist erschienen. Die Broschüre, genau genommen ein Heft mit 92 S., kann beim ADFC bestellt, in den ADFC-Läden abgeholt oder online durchblättert und downgeloadet werden: Deutschland per Rad entdecken

 

Weser-Radweg

Kostenlos und handlich ist das Serviceheft zum Weser-Radweg, das beim Weserbergland-Tourismus e.V. angefordert werden kann: www.weserbergland-tourismus.de

 

Radnetz Deutschland

Wer auf der "Mittellandroute" D4 weiter nach Dresden will, muss sich schon in Gera von der Thüringer-Städtekette verabschieden und dem D4 nach Karl-Marx-Stadt, ähm, Chemnitz folgen und vielleicht ist bis dahin dann auch in Sachsen der D4 ausgeschildert. Mehr Infos zum "dnetz": www.radnetz-deutschland.de

 

Neue Radwege in Thüringen

  • Thüringer-Städtekette-Radweg

Seit 2010 hat auch Thüringens "romantische Straße" einen eigenen Radweg. Zeit wurde es ja, denn die Idee, die fünf Klassikerstädte Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar und Jena durch einen Radweg zu verbinden und am östlichen Ende noch um Gera und Altenburg zu erweitern, lag ja auf der Hand. Der 225 km lange Radweg ist auch nicht völlig neu, er ist quasi eines der Filetstücke des nationalen D4-Radweges, nutzt also bis Gera die vorhandene (weitgehend asphaltierte) Wegführung und verlängert das Ganze nach Altenburg. Der Radweg ist durchgehend als solcher ausgeschildert.
Eine eigene Website gibt es natürlich auch: www.thueringer-staedtekette.de

  • Ilmtal-Radweg

Der 2011 vom ADFC mit vier Sternen zertifizierte Ilmtal-Radweg kreuzt den "Thüringer-Städtekette-Radweg" in Weimar. Der 125 km lange Ilmtal-Radweg führt von den Quellen der Ilm im Thüringer Wald bei Allzunah (740 m) bis zur Saalemündung bei Großheringen (120 m) - und damit - von kleinen Gegensteigungen bis 30 Hm abgesehen - praktisch nur bergab. Infos: www.ilmtal-radweg.de

  • Gera-Radweg

In Kombination mit dem "Höhenradweg Rennsteig" (Schmücke: Gera-Radweg, Allzunah: Ilmtal-Radweg), dem "Ilmtal-Radweg" und dem "Städtekette-Radweg" ermöglicht der 75 km lange "Gera-Radweg" eine attraktive ca. 300 km lange Rundtour - allerdings mit insgesamt ca. 1000 Hm Anstiegen. Infos: www.geraradweg.de

Internationaler Rhein-Radweg

Über 1300 km lang ist der internationale Rhein-Radweg, der vom Quellgebiet bei Andermatt in der Schweiz bis zur Mündung bei Rotterdam in den Niederlanden führt. Ab Schaffhausen hat der Rheinradler die Wahl bis zu den Niederlanden entweder ausschließlich auf deutscher Seite zu bleiben oder linksrheinisch weiter durch die Schweiz und zusätzlich Frankreich zu fahren und anschließend erst wieder durch D. Der Rhein-Radweg ist durchgehend beschildert, allerdings von Land zu Land sehr unterschiedlich. In Baden-Württemberg - der rechtsrheinischen Alternative zu Schweiz und Elsass - gibt es neben dem Rhein-Radweg noch den alternativen "Rheintal-Radweg", der sich am schmalen Altrhein orientiert (Konstanz - Heppenheim, 520 km).

Übersichtsinfos und Fotos für den Rhein-Radweg in Gänze gibt es auf www.rheinradweg.eu

  • Ein detailliertes Roadbook für den Mittelrhein im Bereich von Rheinland-Pfalz kann bei www.routenplaner.rlp.de aufgerufen werden (Radfernwege/Rhein-Radweg).


ADFC-Qualitätsradrouten

Seit geraumer Zeit bewertet der ADFC Radrouten in Deutschland unter zehn Aspekten. Für das Siegel "ADFC-Qualitätsradroute" ist ein Gesamturteil von mindestens 3 Sternen erforderlich (Maximum 5 Sterne). 50 Radrouten wurden mittlerweile "zertifiziert", wie man die Prädikatsverleihung beim ADFC nennt (1 x 5 Sterne, 30 x 4, 19 x 3, Stand August 2015). Die Zertifizierung ist etwas willkürlich, weil der ADFC nur auf Antrag gegen Honorar tätig wird. Auftraggeber sind interessierte Tourismusverbände, die mit dem Prädikat werben wollen. Wenn also beispielsweise der beliebte Elbe-Radweg in dieser Rubrik nicht auftaucht, bedeutet dies nicht automatisch, dass er keine Sterne verdient hätte. Auch der Main-Radweg wurde vom ADFC mehrmals mit 5 Sternen zertifiziert, ist jedoch 2015 nicht mehr gelistet.

  • Mehr Infos unter: ADFC Qualitätsradrouten


Radroutenplaner

Immer mehr Flächen-Bundesländer stellen Radroutenplaner ins Netz, einige sogar mit Apps fürs Handy (z. B. Hessen):

Bayern - www.bayern.by

Brandenburg - www.radeln-in-brandenburg.de

Hessen - www.radroutenplaner.hessen.de

Mecklenburg-Vorpommern - www.auf-nach-mv.de

Niedersachsen - www.reiseland-niedersachsen.de/radland-niedersachsen

Nordrhein-Westfalen - www.radroutenplaner.nrw.de

Rheinland-Pfalz - www.routenplaner.rlp.de

Schleswig-Holstein - www.sh-tourismus.de/de/radfahren-in-schleswig-holstein

Thüringen - www.radroutenplaner.thueringen.de


MONTENEGRO

Offroad/MTB: Wilderness Biking Montenegro

Montenegros landschaftliche Voraussetzungen sind idealer Nährboden für den Aktivtourismus. Der Tourismusmasterplan hat nun für Mountainbiker ein 3000 km umfassendes, ausgeschildertes Routennetz realisiert, das überwiegend autofrei auf alten Pfaden und Wegen geführt ist. Die längste Tour ist die 1276 km lange "Tour de Montenegro", die keinen Zipfel des Landes auslässt und dabei 30.090 Hm aufaddiert. Kalkuliert ist die Tour für 14 Tage. Der steilste Abschnitt beträgt 30 %.

  • Eine informative Übersichtskarte des gesamten Routennetzes gibt es hier: www.montenegro.travel
  • 17 Touren (1700 km) werden in einem englischsprachigen Roadbook beschrieben. Für 26,80 € ist der "Montenegro Mountainbike Guide" (mit topografischen Karten und Höhenprofilen) hier erhältlich: www.mapsolutions.de

NORWEGEN

Pässe und Tunnel

Eine sehr ausführliche Übersicht der Straßentunnel und ihrer Eignung für Radfahrer findet sich auf www.cycletourer.co.uk/maps/tunnelmap.shtml

Norwegenradler sollten diese Tunnel-Karte aber nicht nur nutzen, sondern wenn möglich auch mit eigenen Infos unterstützen.


SCHWEDEN

Transport im Land - Bahnen

Trafikverket, die neue schwedische Verkehrsbehörde (seit 2010), hat eine Übersichtskarte ins Netz gestellt, die zeigt, auf welchen Strecken grundsätzlich Möglichkeiten der Fahrradmitnahme bestehen. Anschließend muss dann allerdings noch im Detail auf den Websites der genannten Bahngesellschaften weitergeforscht werden.


Schwedische Radfernwege

Von Helsingborg nach Göteborg führt der 2015 eingeweihte Küstenradweg Kattegatleden. Er verläuft so küstennah, dass aus 188 km Luftlinie bzw. 213 km Straßendistanz fantastische 370 km Radweg werden.



DÄNEMARK

Freies Zelten

Auch in Dänemark gibt es nun einen Hauch von Jedermannsrecht. In ausgewählten Wäldern erlaubt die dänische Naturschutzbehörde neuerdings das freie Zelten/Biwakieren. Erlaubt sind nur eine Übernachtung und maximal zwei Zelte am vorgeschriebenen Platz. Die freigegebenen Wälder mit den genauen Adressen können hier abgerufen werden: www.naturstyrelsen.dk Wer kein Dänisch kann, tut sich allerdings schwer, und auch die "interaktive" Karte hat ihre Tücken. Dennoch eine nette Geste.

Neu hinzugekommen ist der über 1100 km lange Rhône-Radweg, der durch die Schweiz und Frankreich führt und ab sofort die EuroVelo-Route 17 darstellt. Der Rhône-Radweg als solcher ist zu gut zwei Drittel realisiert. Die EuroVelo-Beschilderung kommt sicher noch nach.


FÄRÖER

Cycling in the Faroe Islands

Eine englischsprachige Broschüre mit 15 Tourenvorschlägen für Radler kann auf der Website der Färöer heruntergeladen werden. Bis auf eine Ausnahme handelt es sich um one-way-Touren, wo Hin- und Rückweg identisch sind. Tourenlängen: 20-80 km. Alle Touren sind mit Skizze und Beschreibung. Download: http://www.visitfaroeislands.com/en/be-inspired/brochures/

Färöer-Forum

Eine weitere ergiebige Internet-Quelle ist das Forum der Färöer-Freunde, wo auch Radlerbelange diskutiert werden: www.faroe-islands.de


FRANKREICH

Provence/Luberon

Die Provence tritt nun auch fahrradmäßig ordentlich an: www.provence-cycling.com , www.provence-a-velo und www.veloloisirluberon.com

Die im Buch erwähnte "Tour de Luberon" lässt sich in Apt übrigens schön um eine Schleife durch die Ockerfelsen erweitern: Les Ocres en vélo (51 km, beschildert, Höhenprofil 220-400 m).

 

Karten und Literatur

Hervorragende Online-Karten von Frankreich und allen seinen Territorien gibt es bei: www.geoportail.fr

 

Jersey (im Buch bei Frankreich)

Das Radroutennetz umfasst 10 markierte Cycle Routes, die auf wenig befahrenen Straßen und Wegen geführt sind. Einige Routen sind nur 2 km lang. Die längste führt einmal um die Insel (64 km). Daneben gibt es noch 80 km verkehrsberuhigter Green Lanes. Alles in allem addieren sich Nebenstraßen und Wirtschaftswege auf rund 560 km.

Infos und pdf-Radreiseführer: www.jersey.com

 

Französische Straßenpässe

Fotos, Höhenprofile und aktuelle Statusmeldungen zur Freigabe aller wichtigen französischen Straßenpässe werden bereitgestellt auf: www.sport-passion.fr

 

EuroVelo-Netz

Neu hinzugekommen zum Netz ist 2016 der über 1100 km lange Rhône-Radweg, der durch die Schweiz und Frankreich führt und ab sofort die EuroVelo-Route 17 darstellt. Der Rhône-Radweg als solcher ist zu gut zwei Drittel realisiert. Die EuroVelo-Beschilderung kommt nun noch hinzu.


ISLAND

  • Airport Keflavik: Außerhalb des Terminalgebäudes gibt es einen "Bike Pit" genannten, großzügigen Container mit Werkzeugen und Pressluft, wo man sein Fahrrad in Ruhe montieren/demontieren kann.
  • Unbedingt am Airport oder in Reykjavik (Touri-Info oder Camping) die Gratis-Karte "Cycling Iceland" schnappen. Das Papier ist wenig stabil, daher gleich zwei nehmen. Ansonsten kann man diese Karte fast schon als genial bezeichnen. Sie zeigt fast alles, was man als Radler wissen will: Verkehrsbelastung, Straßenzustand, Steigungen, Infrastruktur, Busstopps on the road, besonders windige Ecken, Reparaturmöglichkeiten (wo es keine Werkstatt gibt, werden Adressen von Bike-Freaks genannt). Mehr Karte braucht man fast nicht.
  • Ergänzend zur Karte gibt es das ebenfalls sehr informative Faltblatt "List of campsites and huts", das aber nur selten verfügbar ist. Weniger genial als Karte und Faltblatt ist die Website www.cyclingiceland.is. Hier sind nur Basis-Infos abrufbar. Auch kann die aktuelle CyclingIceland-Karte nicht, oder nur mit Glück, heruntergeladen werden.
  • Ulf Hoffmann, der Autor von "Island per Rad", hatte eine informative Website zu Island erstellt: www.bikingiceland.com. Nur dort war praktisch die 3. Auflage der ehemaligen Island-Radler-Bibel "Island per Rad" verfügbar. Ein E-Book sollte folgen. Mittlerweile ist die Website weder funktional noch aktuell. Ihr Stand dürfte 2011 oder älter sein. Es gibt falsche Etappen-Zuordnungen und tote Links. Keine Ahnung, was Ulf Hoffmann hier noch vor hat, und ob überhaupt. So wie die Website jetzt ist, ist sie keine große Hilfe mehr. Schade!

ITALIEN

Sardinien

Eine gute Basis für alle, die mit dem Rad auf die zweitgrößte Mittelmeerinsel kommen, ist der "Cycling Guide of Sardinia" von 2008. Ergänzt von Kartenskizzen und Höhenprofilen werden in der 108seitigen Broschüre fünf große Rundtouren auf Sardinien beschrieben. Der Download war eine Zeitlang verschwunden, mittlerweile ist er hier wieder möglich: www.sardegnadigitallibrary.it

 

Venetien, Emilia Romagna

Italiens Radlerhauptstadt Ferrara bietet Radtouristen ein deutschsprachiges Portal für Ferrara und Umgebung. Wobei das Wort Umgebung weit gefasst ist und im Norden bis München reicht. Die Website bietet exzellent gemache Roadbooks und GPS-Daten zum Download an. Die Etappen sind so eingeteilt, dass niemand überfordert wird. So ist beispielsweise das Roadbook für die 700 km lange Anreise von München nach Ferrara und weiter bis zur Adria (Comacchio) in 9 kommode Etappen aufgeteilt.

  • Unbedingt mal reinschauen: www.ferraraterraeacqua.it

Fahrradmitnahme im Land

Unverpackt ist die Fahrradmitnahme innerhalb Italiens in rund 400 bici-Regionalzügen möglich. Dafür muss normalerweise eine Fahrradkarte für 3,50 Euro gelöst werden. In einzelnen Regionen wie Apulien, Kampanien, Basilikata, Marken und Ligurien ist die Mitnahme jedoch inzwischen gratis.

 

Fahrrad, Straßen, Wege

Seit dem 12.10.2010 müssen Radfahrer eine Warnweste tragen, wenn sie einen Tunnel passieren oder außerhalb geschlossener Ortschaften bei Dunkelheit unterwegs sind (halbe Stunde nach Sonnenuntergang bis halbe Stunde vor Sonnenaufgang). Für Kinder bis 14 Jahren wurde die Helmpflicht eingeführt.


NIEDERLANDE

Rijndeltaroute

Über 1300 km lang ist der Internationale Rhein-Radweg, der vom Quellgebiet bei Andermatt in der Schweiz bis zur Mündung bei Hoek van Holland in den Niederlanden führt. Ab Schaffhausen hat der Rheinradler die Wahl, ob er bis zu den Niederlanden entweder ausschließlich auf deutscher Seite bleiben will, oder linksrheinisch weiter durch die Schweiz und zusätzlich durch Frankreich fahren will. Der Rhein-Radweg ist durchgehend beschildert, allerdings von Land zu Land unterschiedlich.

  • Propagiert wird diese internationale Radroute auf www.rheinradweg.eu. Allerdings genügen die Infos und Fotos nur für den ersten Überblick.

Der niederländische Anteil am Rhein-Radweg heißt "Rijndeltaroute" und misst 255 km. Die Rijndeltaroute beginnt in Millingen und endet in Hoek van Holland (westlich von Rotterdam). Sie setzt sich aus Abschnitten des LF-Routennetzes zusammen: LF 3, 4, 17, 2, 12.


ÖSTERREICH

Großglockner-Hochalpenstraße - eine Posse

 

2010 kündigte die GROHAG an, dass die Benutzung der Großglockner-Hochalpenstraße auch für Radler künftig nicht mehr kostenlos sein sollte. In den Hauptverkehrszeiten (9-15 h) sollten 5 € Maut fällig werden. Zum "Ausgleich" war ein sog. Sicherheits- und Servicepaket für Radler vorgesehen.
Nach einem Sturm der Entrüstung nahm die GROHAG die geplante Maut 2011 wieder zurück. Nur an einer freiwilligen Unfallversicherung wolle man festhalten (4 €).
Aktuell: www.grossglockner.at/de/hochalpenstrasse/radfahrer


SCHWEIZ

Internationaler Rhein-Radweg

  • Über 1300 km lang ist der internationale Rhein-Radweg, der vom Quellgebiet bei Andermatt in der Schweiz bis zur Mündung bei Rotterdam in den Niederlanden führt. Ab Schaffhausen hat der Rheinradler die Wahl bis zu den Niederlanden entweder ausschließlich auf deutscher Seite zu bleiben oder linksrheinisch weiter durch die Schweiz und zusätzlich Frankreich zu fahren und anschließend erst wieder durch D. Der Rhein-Radweg ist durchgehend beschildert, allerdings von Land zu Land unterschiedlich. Auf www.rheinradweg.eu gibt es Übersichtsskizzen und Fotos zu dieser internationalen Radroute.
  • Detalliertere Infos für die schweizerischen 424 km des Rheins bis Basel sind auf www.veloland.ch verfügbar.

ungarn

Radfahrverbote

  • In den letzten Jahren haben die bekannten Verbotsschilder meist das Zusatzschild "KIVEVE CELFORGALOM" bekommen, was "Ausgenommen Zielverkehr" bedeutet. Streng genommen darf man nun also in den Ort radeln, aber nicht durch den Ort. Aber wer will das kontrollieren?